Der Erfolg Ihrer Website: Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Glaubwürdigkeit wird in der Geschäftswelt groß geschrieben. Das ist leicht anhand einiger Negativbeispiele zu belegen: Zeigen Sie sich von einem Bewerbungsschreiben beeindruckt, das nur so von Tipp- und Rechtschreibfehlern wimmelt? Halten Sie ein Geschäftsangebot für seriös, das keine Unterschrift trägt? Was geschieht mit einer Broschüre für Produktneuheiten, die das Datum des vorletzten Jahres trägt?

Mit der Thematik der Glaubwürdigkeit von Online-Angeboten setzte sich die Juli/August-Umfrage von Contentmanager.de auseinander. 316 Personen nahmen an dieser Studie teil und gaben Auskunft zu der Frage "Welcher Faktor wirkt sich am negativsten auf die Glaubwürdigkeit einer Website aus?" Unter den fünf zur Wahl stehenden Möglichkeiten kristallisierte sich klar der Faktor Rechtschreib- und Grammatikfehler (44,94 %) als Hauptmerkmal einer unglaubwürdigen Website heraus. Es folgten seltene Aktualisierung (27,53 %) und Anonyme Quellen und Autoren (12,66 %):


Umfrageergebnisse:

Schreibrichtigkeit: Make no mistake about it!

Lassen Sie sich nicht täuschen, Rechtschreib- und Grammatikfehler auf Ihrer Website gelten schon lange nicht mehr als Kavaliersdelikt. Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, sah mancher User noch großzügig über diese "Kleinigkeiten" hinweg. In Zeiten relativ gut funktionierender Rechtschreibprüfungs- und Wörterbuch-Software sollte dieser Fehlertypus jedoch der Vergangenheit angehören. Das Überprüfen der Schreibrichtigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Bitten Sie einen Kollegen oder Bekannten, Ihre Texte gegenzulesen. Zugegeben, dieser Schritt kostet anfänglich Überwindung – doch ziehen Sie es tatsächlich vor, Ihre leicht vermeidbaren Fehler auf Ihrer Website publik zu machen? Ist Ihr User auch noch so tolerant, unterbewusst speichert er diese Fehler als Negativpunkte ab.


Nichts ist älter als die Website von gestern

In puncto "Aktualität" haben Online-Medien einen entscheidenden Vorteil gegenüber den traditionellen Printmedien: Bei Bedarf lassen sie sich bequem überarbeiten. Nutzen Sie diesen Pluspunkt. Bringen Sie nicht nur Ihre selbst verfassten Texte auf den neuesten Stand, sondern überprüfen Sie auch, ob Ihre Verlinkungen noch aktuell sind. Beseitigen Sie alle "dead links" von Ihrer Website, denn es ist unhöflich, Ihren User vor einer verschlossenen Tür stehen zu lassen. Gute CMS verfügen über eine Wiedervorlagefunktion, die Sie an die regelmäßige Aktualisierung Ihrer Inhalte erinnert. Nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber" sollten Sie Ihren User durch eine entsprechende Datumsangabe über die letzte Überarbeitung Ihrer Website informieren.


Trauen Sie einem Unbekannten?

Auch der Internet-User möchte gerne wissen, mit wem er es zu tun hat. Stellen Sie sich deshalb Ihrem Leser nach Möglichkeit kurz vor – ein bis zwei Sätze genügen. Hierbei sollten Sie hervorheben, was Sie zum Experten für das von Ihnen bearbeitete Thema macht: Welche Organisation vertreten Sie? Zeichnet Sie Ihr beruflicher Werdegang aus? Sind Sie Autor weiterer Publikationen? Geben Sie darüber hinaus Ihre Kontaktdaten an, so kann Ihr User mit Ihnen in einen Dialog treten. Auf diese Weise erhalten Sie nicht nur wertvolles Feedback; eventuell ergibt sich sogar eine neue Geschäftsbeziehung.

Eine Unsitte, die sich im Internet eingebürgert hat, ist das unsaubere Zitieren. Autoren berufen sich auf Quellen, ohne diese genauer zu benennen. Das ist unprofessionell und erweckt den Anschein, als gäbe es etwas zu verbergen. Legen Sie deshalb Ihre Quellen offen: Verfassen Sie beispielsweise ein Literaturverzeichnisses oder setzen Sie Links zu Online-Texten, die für Ihre Argumentation wichtig sind.


Zehn goldene Regeln zur Web-Glaubwürdigkeit

Eine Studie des Stanford Persuasive Technology Lab belegt: "Nur eine glaubwürdige Website ist eine erfolgreiche Website." Innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren befragten die amerikanischen Wissenschaftler 4500 Personen zum Thema Web-Glaubwürdigkeit und entwickelten zehn vertrauensbildende Maßnahmen für das Internet. ) Befolgen Sie diese Stanford Guidelines, sind Sie auf der sicheren Seite:


Machen sich mehr Website-Betreiber diese Regeln zu Eigen, könnte die Pauschalisierung "Printmedien sind glaubwürdiger als Online-Medien" bald als Vorurteil zu den Akten gelegt werden. Gerade was die ständige Aktualisierung und den Kontakt zwischen User und Autor anbelangt, ist das Online-Medium dem traditionellen Printmedium einen Schritt voraus. Diese Potentiale gilt es zu nutzen.

© Quelle: Contentmanager.de


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